Maîtresses caoutchoutières

Stadtleben | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Gummistiefel sind nicht nur aufgrund der Regenzeit salonfähig geworden

Stilkritik: Iris Meder

Das Ondit ist symptomatisch: Angeblich trägt die Chefin eines heimischen Fußbekleidungsherstellers ausschließlich und zu jedem Anlass Gummistiefel aus der eigenen Kollektion. In den klimatischen Extrembedingungen der letzten Wochen war endgültig nicht mehr zu übersehen, dass Gummistiefel nicht nur bei den Boboiennes gürtelnaher Bezirke salonfähig geworden sind.

20 bis 30 Jahre nachdem man die schwitzigen und immer etwas zu großen Kinderregenstiefel (gerne getragen zum gelben „Friesennerz“) verweigern und erfolgreich gegen Hipperes eintauschen konnte, kehren sie nun zurück. Nicht selten aufgepeppt mit Streifen, Tupfen oder Camouflagemuster oder, in der distinguierteren Version, einem mehr oder minder monumental am Schaft prangenden Designerlogo. Von Lacoste bis zu Lacroix, Chanel, Prada und Burberry’s (kariert, no na) verzichtet keiner mehr auf eine Regenstiefelkollektion.

Ein Hipnessfaktor


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