Eierteigkrautfleckerlware

Stadtleben | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Niemals vergessen und anders angewendet: Gerers Pasta aus der Zeit vor dem Cholesterin

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Die Gnade des Alters liegt auch in Geschichten, die sich nie mehr wiederholen werden. Man kann Jüngere damit unterhalten. Ich versuche es gleich mal.

Anfang der 80er wurde in Wien das Gut-Essen-Gehen gesellschaftlicher Zwang. Man frequentierte Lokale und hofierte Wunderköche. Das Le Pialée, das Mattes, der Altwienerhof, das Steirereck auf der Lände, den Gerer im Korso – alles Geschichte.

Gäste und Köche wurden im gleichen Ausmaß beklatscht. Die einen breiteten sich beim Verzehr der Trüffelgerichte Servietten über den Kopf, um auch noch das letzte Resterl Trüffelduft in die Nüstern saugen zu können, drehten die Gläser mit Barolo gegen den Uhrzeigersinn und die mit dem Bordeaux andersrum. Die Köche jagten rund um den Erdball, um die sensationellsten Entwicklungen auszuspähen. Das ging so weit, dass manche mitten in der Nacht zu Kollegen fuhren, um die ausgehängten


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