Tipp

Lasst die Künstler selber reden!

Lexikon | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Seit Mai ist die Wiener Innenstadt um einen Kunstraum reicher: Coco (Contemporary Concerns) ist sein Name, Severin Dünser und Christian Kobald heißen die Betreiber. Dass hier künftig anspruchsvolles Programm zu erwarten ist, lässt schon die erste Ausstellung erahnen. Nicht die Werke selbst, sondern jene facettenreichen Aspekte, die eine künstlerische Arbeit anekdotisch, visuell oder biografisch umkreisen, stehen im Zentrum der „Revolver“ betitelten Schau.

Betty Tompkins steuert neben Bildern auch die Musik bei, die sie beim Malen hört. Ruth Ewan initiierte 2007 in London eine „Rush-Hour-Performance“ und breitet nun sämtliche damit verbundenen Unterlagen aus: Recherchelektüren ebenso wie Strafzettel. Rita Vitorelli liefert zu ihrer Malerei voller Leerstellen assoziatives Bildmaterial in Form von Kopien. Adriana Lara zeigt die Silhouetten zweier Katzen, lässt aber Künstlerkollegen Karl Holmquist darüber reden. Insgesamt elf Künstlerinnen bestreiten diese Schau und zeigen, wie man Kunst aus der Innenperspektive heraus verstehen kann. MJ

Coco, bis 12.7.(


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