Kritik

Um Fotografie geht es längst nicht mehr

Lexikon | aus FALTER 27/09 vom 01.07.2009

Er ist eine Art Gerhard Richter der Fotografie. Wie der deutsche Maler wechselt auch Thomas Ruff mit beeindruckender Sicherheit zwischen realistischen und abstrahierenden Stilen. Seine motivische Bandbreite umfasst Porträts ebenso wie Architekturen, Interieurs und den Kosmos. Rund 150 Werke geben nun Einblick in den Werdegang des Becher-Schülers. Dass er für seine Bildfindungen auch ohne Fotoapparat auskommt, zeigen die Serien „Cassini“ und „Zycles.“ Auf die Homepage der Nasa und mathematische Formeln greift Ruff hier zurück. Und visualisiert das, was selbst das auf Details versessene fotografische Auge nicht mehr sichten kann: ferne Planeten und elektromagnetische Wellen. MJ

Kunsthalle Wien, bis 13.9.


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