Wer stört die Bilder?

Extra | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Alte Meister: David Zambrano improvisiert im Kunsthistorischen, Jirí Kylián und Michael Schumacher ertanzen ein Gemälde

Text: Elfi Oberhuber

Improvisationskünstler sind „in“. Es gilt als fortschrittlich, sich für das Publikum auf der Bühne nicht im „Auswendiggelernten“ ausruhen zu wollen. Und ist frisch gekocht nicht besser als aufgewärmt? Stimmt allerdings nicht immer, wie der Tanzbesucher weiß. Erst, wenn die Kunst in der Improvisation enthalten ist, wird sie zur Spezialität – dann entpuppt sie sich aber schon wieder als inszeniert. Egal, ob es in der jeweiligen Choreografie nun ein Konzept – wie in „Last Touch First“ für Michael Schumacher – gibt oder ob jene eher aus der Spontaneität schöpft, wie „Under-de-Colors“ von David Zambrano. Beide in den Niederlanden lebende Amerikaner gelten als Meister der Improvisation, wobei wiederum der eine heuer in, der andere mit antiken Gemälden arbeitet.

Zambrano wird zur Finissage der Ausstellung „Raum im Bild“


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