Eine Reise ans Ende der Vernunft

Extra | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Die Reihe [8:tension] präsentiert acht Performances junger Choreografinnen und Choreografen – eine Tour durch das Programm

Text: Ulli Moschen

Jedes Land hat seinen großen Tag. Holland zum Beispiel verwandelt sich am Koniginnendag, am Geburtstag der Königin, in einen landesweiten Flohmarkt, auf dem jeder steuerfrei verkaufen darf. Im ehemaligen Jugoslawien wurde jedes Jahr ein „Nichts-kann-uns-überraschen-Tag“ abgehalten, an dem die gesamte Nation für mögliche Katastrophen aller Art probte. Dieser Tag, an dem sich das ganze Land in einen Riesenspielplatz verwandelte – und der die tatsächliche Katastrophe offensichtlich nicht verhinderte, vielleicht sogar begünstigte –, inspirierte die in Amsterdam lebende kroatische Künstlerin Andrea Bozic zu ihrem Stück „Nothing can surprise us“.

In einer Fusion aus Videoprojektionen und Liveperformance reinszeniert sie, unterstützt von der Videokünstlerin Julia Willms, Szenen aus Filmklassikern wie „Blade Runner“, „Solaris“,


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