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Das Leben, der Tod, Freud und die Kunst

Lexikon | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Die „Vier-Elemente-Stiche“ von Cristoforo Dall’aqua hängen noch heute in Sigmunds Freuds ehemaligem Wartezimmer. Der Vater der Psychoanalyse zollte damit dem vorsokratischen Denker Empedokles Respekt, der wie er im Lebens- und Todestrieb Urkräfte erkannte, die einander das Gleichgewicht halten sollten. Dass der Seelenarzt auf seiner Reise ins Unbewusste Kunstwerke mythologischen Inhalts als intellektuelle Helfer ansah, zeigt die Schau „Eros & Thanatos“. Freud’sche Triebschemata werden hier in der Antikenrezeption großer Meister wie Dürer, Rubens, Mantegna und Hoet ebenso geortet wie in Arbeiten von Schiele und Klimt. Dabei hat sich Freud für das Werk Letzterer gar nicht interessiert. MJ

Liechtenstein Museum und Sigmund Freud Museum, bis 13.10.


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