Kommentar

Darling gegen King — die Welt hat aus der Krise noch nichts gelernt

Wirtschaft

Falter & Meinung | Kurt Bayer | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Ein Schlagwort geht um in London: BaB – Bonuses are Back! Nun wurden neue Remunerations-Deals bekannt: Stephen Hesters, neuer Chef der fallierten Royal Bank of Scotland, soll 9,7 Millionen Pfund erhalten, die 28.000 Goldman-Sachs-Mitarbeiter erwarten die höchsten Bonuszahlungen in der Geschichte des Hauses. War da nicht etwas?

Noch interessanter ist aber der Machtkampf zwischen den drei Organen der Finanzmarktaufsicht: Finanzministerium und Financial Services Administration (FSA) auf der einen Seite, die Bank of England auf der anderen: Statt miteinander die künftigen Auswüchse des britischen Finanzsystems einzudämmen, rittern sie um Kompetenzen. Hier geht es vor allem um die Einschätzung und Bekämpfung von „systemischen“ Risiken, also dem eben eingetretenen Fall, dass nicht nur einzelne Banken pleitegehen können, sondern das gesamte System paralysiert wird.

Finanzminister Alistair Darling wirft Notenbank-Chef Mervyn King vor, die drohende Instabilität des Systems nicht laut


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