Zwischen Begabung und Aggressivität

Politik | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Das neue, einkommensabhängige Karenzgeld endet im Alter von 14 Monaten. Sind Kinder dann schon reif für die Krippe?

Bericht: Nina Horaczek

Drei Wörter (außer Mama, Papa), aufstehen, sich anhalten, winken und einen Ball zurückrollen. Das kann ein 14 Monate altes Kind laut Mutter-Kind-Pass.

Ab 1. Jänner 2010 sollen Eltern erstmals auch ein einkommensabhängiges Kindergeld von 80 Prozent des Letzteinkommens (mindestens 1000, höchstens 2000 Euro) beziehen können, allerdings nur bis zum 14. Lebensmonat. Danach heißt es für die meisten ab in die Krippe oder zur Tagesmutter. Ist ein Kleinkind von etwas mehr als einem Jahr, das gerade erst gehen lernt, entwicklungspsychologisch gesehen reif für die Betreuung außer Haus?

Studien zu dieser Frage liefern Ergebnisse, die je nach ideologischem Geschmack interpretiert werden können: Eine Auswertung des „Early-Head-Start-Programms“ in den USA, bei dem Kinder aus sozial schwachen Familien in Krippen betreut wurden, kam zu dem Schluss, dass


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