„Wohlstandsverteilung ist ökonomisch“

Politik | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Der deutsche Starökonom Peter Bofinger erklärt, warum es Sinn macht, Gewinne gerecht zu verteilen

Interview: Robert Misik

Peter Bofinger, 54, ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg. Seit 2004 gehört er dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an – allgemein der „Weisenrat“ genannt. Jüngst erschien von ihm das Buch: „Ist der Markt noch zu retten? Warum wir jetzt einen starken Staat brauchen“.

Falter: In den letzten Jahren hieß es immer, Nationalstaaten können in der Globalisierung keine Wirtschaftspolitik mehr machen – außer Dumpingkonkurrenz, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Krise sieht man: Es geht ja doch.

Peter Bofinger: Die Behauptung, dass der Nationalstaat tot ist, haben zwar Soziologen und Politologen immer wieder aufgestellt, sie ist aber falsch. Man sieht das schon an der Staatsquote: Weder was die Einnahmen noch was die Ausgaben betrifft, hat es in den vergangenen zwanzig Jahren grundlegende


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