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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Wie man’s macht, macht man’s falsch. Zumindest wenn man Heinz Fischer heißt und auf Claus Pándi trifft. Pándi, His Masters Voice von Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, reitet wieder einmal als Missionar in der Sache seines Herrn. Der gab die Order aus, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll zum besseren Bundespräsidenten schön zuschreiben. Also ist der amtierende Präsident Fischer für Pándi plötzlich „ein Rätsel“. Fischer sei einer, „der schon in der Volksschule sein Federpennal stets penibel in Ordnung hatte“. Was leitet die Krone aus dieser kindlichen Prägung ab? „Ein Leben als Kalkül.“ Und natürlich „intellektuelle Fadesse“. Blöderweise findet die Krone keinen Skandal in Fischers Vita. Aber auch daran kann man sich stören, denn „Fischer wäre nicht Fischer, wäre letztendlich juristisch nicht alles wasserdicht“. Auch andere Zeitungen beginnen, das Spiel Pröll gegen Fischer mitzuspielen. Denn ein Fischer-Wahlkampf ohne ÖVP-Gegner wäre vor allem ein Wahlkampf ohne Inseratenschlacht. Und das mag keine Zeitung gerne.


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