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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Das Flaggschiff der Internetpiraten ist untergegangen. Ungefähr so könnte man die Ereignisse rund um The Pirate Bay beschreiben. Die schwedische Webseite war bisher die erste Anlaufstelle für alle, die sich Filme, Serien oder Musik herunterladen wollten, ohne dafür zu bezahlen. Vor kurzem wurden ihre Betreiber zu je einem Jahr Haft sowie insgesamt 2,7 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. Nun haben sie die Seite für das doppelte Geld verkauft. 5,5 Millionen Euro zahlte das Unternehmen Global Gaming Factory für thepiratebay.org. Die börsenotierte Firma will dort künftig auf legale Weise Downloads anbieten, ohne die Konsumenten dafür zur Kasse zu bitten. Wie das funktioniert? Das ist ziemlich unklar. Fix ist nur, dass der Community der Verkauf missfällt. Im Pirate-Bay-Blog stehen hunderte verärgerte Kommentare. Die User verlassen die Webseite wie ein sinkendes Schiff. An der Popularität des Downloadens wird das aber nichts ändern. Ob mit oder ohne Pirate Bay: Piraten finden immer eine neue Bucht.


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