Die Nudeln al dente zur Rettung der Welt

Medien | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Umweltschutz zum Mitmachen und Wohlfühlen: So mobilisiert Greenpeace über das Internet

Bericht: Matthias G. Bernold

Homer Simpson steht vor einem roten Vogelkostüm, zwischen metallenen Fässern mit Radioaktivitätswarnzeichen und einem frisch modellierten Eisbärenschädel aus feuchtem Ton. Der gelbhäutige Cartoonheld winkt freundlich aus dem Hintergrund, während Alexander Egit erklärt, warum es in diesem Raum aussieht wie in einer Puppenwerkstatt.

„Hier stellen wir die Requisiten für unsere Aktionen her“, sagt Egit, Chef von Greenpeace Österreich. Wenn seine Leute eine Fabrik besetzen, stammen die Transparente, die sie aus den Fenstern hängen, aus diesem Raum in der Favoritner Feldkorngasse. Ebenso wie die Simpson-Larve, die bei Anti-Atomkraft-Demonstrationen getragen wird, das Eisbärfell (natürlich Kunstpelz) und das monströse Federvieh mit dem irren Blick.

So kennt man Greenpeace: abenteuerlich, schrill, publikumswirksam. Im Hinterkopf ein Bild von Umweltschützern in kleinen

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