Monsieur Depardieu sucht das Glück

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Claude Chabrols „Kommissar Bellamy“ ist zugleich Krimi, Drama, Komödie und Hommage

Rezension: Michael Omasta

Wie jedes Jahr verbringt Paul Bellamy die Ferien zusammen mit Ehefrau Françoise in seinem Sommerhaus in der Provence. Das erste Mal sehen wir ihn, wie er auf einem Sofa im Wohnzimmer sitzt. Offenbar ist er bei laufendem Fernseher über einem Kreuzworträtsel eingenickt. Erst nach längerem Suchen findet er das Wort mit sieben Buchstaben, das besser als jedes andere die Szene zu beschreiben scheint: Bonheur.

Wie sonst könnte das Glück aussehen für einen, der im Leben schon fast alles erreicht hat? Bellamy ist Kriminalkommissar in Paris und, so erfährt man später, eine kleine Berühmtheit. Kein mieser Bulle, sondern eher schon ein Übervater für diejenigen, die vom rechten Wege abgekommen sind. Sogar eigene Memoiren hat er veröffentlicht.

Ebenso gut könnte es sich genau anders herum verhalten. Wie fad muss einem sein, um an einem herrlichen Sommertag vor dem Fernseher zu


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