Tanzen oder das Geschirr abwaschen

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Einmal geht’s noch: La Roux tun so, als ob seit den 80er-Jahren nichts mehr passiert wär

Discoinspektion: Sebastian Fasthuber

Elly Jackson kam 1988 in London zur Welt – sieben Jahre nachdem Depeche Mode ihr Debütalbum „Speak & Spell“ veröffentlichten. 21 Jahre später finden sie und ihr Produzent Ben Langmaid sich unter dem Namen La Roux mit einer Single („Bulletproof“) und einem Album („La Roux“) an der Spitze der englischen Hitliste, die zu je circa 80 Prozent dem neuromantischen Synthiepop der frühen Depeche Mode entsprechen. Auch die anderen Einflüsse – Yazoo, Human League, Eurythmics – stammen aus dieser Ära.

Nicht erst seit dem ewigen Eighties-Revival, das dieses Duo nun auf die Spitze treibt, muss man sich fragen, was junge Menschen an Musik so anziehend finden, die lang vor ihrer Geburt gemacht wurde. Auch die Rockrevivalisten der frühen Nullerjahre wilderten bereits hemmungslos in den Gefilden ihrer Elterngeneration. Beeinflussen ließ man sich natürlich

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