Wasseralarm im Hasenstall

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Die Albertina verwandelte sich in ein Feuchtgebiet. Womit zu rechnen war

Hygrometrie: Matthias Dusini

Es war die Stunde des Helden. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder hielt am letzten Mittwoch Rückschau auf das, was anfänglich als kleiner Wasserschaden vermeldet worden war. Am 23. Juni um 8.51 Uhr signalisierte die Alarmanlage, dass Wasser in das Museumsdepot eingedrungen sei. Über 2000 Liter Wasser regneten in der Folge von der Decke herab – auf die in Schachteln verpackten Grafiken von Dürer, Rubens und Michelangelo. „Kein Kunstwerk ist beschädigt“, beruhigte Schröder. Wie das?

Der Held heißt Helmut Myslik. Er ist der Facility-Manager des Museums und wurde von seinem Chef ins Rampenlicht gestellt. Als 2005 das robotergesteuerte Archiv eingebaut worden war, habe er einige Blechplatten über den Regalen montiert. Er wollte damit vermeiden, dass jemand 16 Meter hochklettern müsse, um Staub zu wischen, sagte Myslik. „An Regen habe ich dabei nicht gedacht.“

„So schauen


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