„Die Blechdächer haben nur ein paar Tausend Euro gekostet“

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Der ehemalige Vizedirektor der Albertina, Alfred Weidinger, trieb den Um- und Ausbau des Museums auf Biegen und Brechen voran. Derzeit ist der Kunsthistoriker als Berater am Eisenstädter Schloss Esterházy tätig, wo er die Möglichkeiten des musealen Betriebs prüft.

Falter: Wurde bei der Planung des Albertina-Depots wirklich nicht an Wasserschäden gedacht, wie Direktor Schröder nun behauptet?

Alfred Weidinger: Selbstverständlich war Wasser ein Thema, da es neben Brand das größte Risiko darstellt. Die ideale Positionierung eines Kunstdepots ist nicht im Boden, insbesondere nicht in Wien, da der Wasserspiegel verhältnismäßig hoch ist. Der Tiefspeicher der Albertina ist dem Grunde nach kein Tiefspeicher, da er in der künstlich aufgeschütteten Bastei steckt und nicht an den Grundwasserspiegel heranreicht. In den USA ist es inzwischen State of the Art, dass alle Hochsicherheitsbereiche Hochbauten sind. Daher würde ich heute keinen Speicher im Tiefbau errichten, auch weil er viel


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