Das Reisebüro am Ende der Straße

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Aus dem Verkehrsbüro wurde das Novomatic Forum: zur Geschichte eines Dazwischengebäudes

Architekturkritik: Jan Tabor

Das Gebäude, das so befremdlich zwischen der Secession und dem Bärenmühlenhaus steht, kann weder dem Naschmarkt noch dem Karlsplatz zugeordnet werden. Auch sonst ist das ehemalige Verkehrsbüro ein Dazwischenbauwerk. Es gehört nicht mehr dem Jugendstil an, aber noch weniger der klassischen Moderne, die erst einige Jahre später nach Wien kommen sollte.

Zum Beispiel in Form des Bärenmühlenhauses auf der Rückseite. Dieses 1937 von denselben Architekten, den Otto-Wagner-Schülern Hermann Aichinger und Hermann Schmid, errichtete Wohnhaus galt als Vorzeigearchitektur des austrofaschistischen Regimes. Im Erdgeschoß befand sich das im mondänen Heimatstil eingerichtete Café, das Einzige in Wien, das bis in die 90er-Jahre vollständig erhalten blieb.

Die architekturgeschichtliche Rarität wurde 1999 zerstört, um einem jener unsagbar hässlichen Admiral-Wettcafés Platz zu

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