Nüchtern betrachtet

Wir schliefen bei offenen Fenstern

Feuilleton | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Mein Interesse am Tennissport hat mit dem Rücktritt von John McEnroe drastisch nachgelassen. Im vergangenen Jahr etwa habe ich das Royal Birkdale Open wesentlich intensiver verfolgt als Wimbledon, nämlich überhaupt (am 16. Juli beginnt übrigens das Turnberry Open). Heuer wäre ich durchaus bereit gewesen, etwas mehr Leidenschaft zu investieren, aber als ich erfuhr, dass ein Schotte im Halbfinale steht, hatte der auch schon verloren, und da war mir Tennis dann wieder ziemlich wurscht, obwohl ich beim Bügeln die ersten zwei Sätze des Finales gesehen habe. Das ist auch der Grund, warum ich weiß, dass das Wimbledon-Wetter heuer so gut war wie schon lange nicht. Womit ich auf dem umständlichst möglichen Weg endlich dort angelangt wäre, wo ich hin will, denn zum Wetter fällt mir immer was ein.

Gutes Tenniswetter ist ja nicht nur für Tennisspieler gut. Gutes Tenniswetter ist zum Beispiel 23


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