Türken hüben und drüben – von der ethnischen Ökonomie zum Mittelstand

Stadtleben | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

2008 lebten laut Statistik Austria 104.900 ethnische Türken in Wien. Davon sind 40.200 türkische Staatsbürger, der Rest Österreicher. Viele von ihnen sind wirtschaftlich in der sogenannten „ethnischen Ökonomie“ verankert, die auf den türkischstämmigen Markt ausgerichtet ist.

„Die sogenannten Gastarbeiter“, sagt dazu die Stadtforscherin Betül Bretschneider, „bilden eine Infrastruktur und ein Nahversorgungsnetz für ihren lokalen Markt.“

25.000 bis 30.000 Türkischstämmige gehören der Mittelschicht an. Die Anzahl ihrer Haushalte ist etwas geringer, weil ärmere Familien tendenziell mehr Kinder haben.

Im österreichischen Nationalrat sitzt eine Türkischstämmige, Alev Korun von den Grünen. Der mutmaßlich reichste Austro-Türke ist Attila Dogudan, Inhaber von Do&Co und Demel.

In der Türkei selbst leben 72 Millionen Menschen auf der rund zehnfachen Fläche Österreichs.


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