Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Rabenhof: Klein-Sarajevo, Saumaise und Kichererbse

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Wenn man nicht bei der Presse oder beim profil arbeitet, gibt’s immer noch ein paar andere Gründe, am Kardinal-Nagl-Platz aus der U-Bahn zu steigen. Zuallererst natürlich den Rabenhof, und zwar in seiner Funktion als die derzeit beste Kabarettbühne des Landes sowie als Gemeindebau von nachgerade visionärer Schönheit. Aber auch, weil es hier einen absolut witzigen Mikrokosmos an kulinarischer Kleinstruktur gibt.

Wurst, frisch vom Schwein

Fangen wir etwa am östlichen Zipfel des Kardinal-Nagl-Platzes an, wo sich der Stanzl befindet, eine prächtige Fleischhauerei von erhabener Coolness und mit zwei mächtigen Vitrinen, in der allerlei rohes und verarbeitetes Fleisch ausgestellt ist. Der Anteil an selbsthergestellter Wurst- und Schinkenware ist groß, da ist man stolz, Schweinsmaisen, Blunzen, eine ziemlich verführerische Haussulz ... Dass das hier ein Handwerksbetrieb und kein Supermarktregal ist, sieht


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