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Grundkurs Kochen (41)

Stadtleben | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

So sicher wie ein Blankoscheck: Im Sommer gibt’s Marillenfleck

Am 10. Juli beginnt in der Wachau die Marillenernte, hat der Verein zum Schutz der Wachauer Marille angekündigt. Wer vorher schon steinhartes Steinobst aus dem Supermarkt geholt hat – selbst schuld. Und was macht man also mit der Marille (nein, sie muss nicht unbedingt aus der Wachau kommen, vom Bauernmarkt ist sie auch sehr gut)? Sie können natürlich auch Marmelade einkochen; aber ein Marillenfleck heiligt die Mittel und drängt sich nahezu auf.

Freilich nehmen wir dafür keinen Tiefkühlblätterteig und auch der Germteig ist uns eine Spur zu schwer (obwohl er grad bei Sommertemperaturen so super glückt). Wir machen einen einfachen, sattgelben „Eischwerteig“ wie ihn uns Sarah Wiener beigebracht hat. Und das geht so:

Man nimmt zu gleichen Gewichtsanteilen Eier, Zucker, Butter und Mehl; wiegt also z.B. drei Eier und genauso viel Gramm Zucker, Butter und Mehl. Dann verrührt man erst die Butter mit dem Zucker, dann Eier dazu und das Mehl gesiebt unterheben. Der Teig kommt in eine mit Semmelbröseln bestreute Springform – für ein großes Backblech braucht man ca. fünf bis sechs Eier und so weiter.

Die Marillen wäscht, halbiert und entsteint man, legt sie mit der Innenseite nach oben großzügig nebeneinander auf den Teig und drückt sie vielleicht ein klein wenig hinein. Ins Rohr damit, auf die mittlere Schiene, und bei 175 Grad 50 bis 60 Minuten backen. Gelbgold sollte der Kuchen sein, die Marillen ein bisschen verlaufen. Schnell aufschneiden und servieren! cw


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