Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Kombucha

Stadtleben | aus FALTER 28/09 vom 08.07.2009

Selbstgebrauter Kombucha? So köstlich wie simpel!

Willst du mal was über selbstgebrauten Kombucha? Habe einen lebenden Pilz zuhause!“ Als Antwort mailte der Redakteur ein lapidares „Iiieeeeee!!!!“. Aber wollen tat er dann doch. Und ließ sich auch gerne erklären, dass der aus Ostasien stammende Teepilz samtig glatt, hübsch wollweiß bis ockerfarben und perfekt rund geformt sei wie das Glas, in dem er residiere.

Dort ernährt er sich von nichts als Tee und Zucker, die er binnen Wochenfrist in ein schmackhaftes, leicht prickelndes, gespritzt perfekt den Sommerdurst löschendes und nicht zuletzt gesundes Getränk verwandelt. Er verlangt nicht viel zeitlichen Aufwand, vielleicht eine Viertelstunde die Woche, und zeiht auf diese Weise all jene, die ihn in Flaschen abgefüllt zu Wucherpreisen verkaufen, der schamlosen Ausbeutung der Wellnessgläubigkeit einer breiten Kundschaft. Denn, wie gesagt, drinnen ist nichts außer Tee und Zucker, wobei Letzterer im Laufe der Zeit abgebaut wird, sodass das Getränk immer weniger süß und damit auch weniger kalorienhaltig wird.

Am Rezept scheiden sich die Geister – zum Vergleich der „Schulen“ kann man etwa die beiden Webseiten www.kombucha-shop.de oder www.kombucha.at konsultieren, wo der Pilz für ungefähr 20 Euro auch bestellt werden kann. Die Verfasserin dieses Artikels bevorzugt jenes der ersteren Adresse und eine Mischung aus Schwarz- und Grüntee (Ostfriesen und Sencha), da diese eine perfekte Kombination von herb und fruchtig ergibt. kb


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