EU-Sprecher zur AUA: „Die Haltung der Lufthansa ist schwer nachvollziehbar“

Politik | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Interview: Ingrid Brodnig

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Nur bis 31. Juli gilt das Angebot der Lufthansa, die hochverschuldete AUA zu übernehmen. Doch die EU-Kommission muss diesem Deal erst zustimmen. Nun verzögert sich die Entscheidung, die Kommission will eine vertiefende Prüfung. Wenn der Deal platzt, droht die AUA-Insolvenz. Warum ist die EU so streng? Und woran könnte die Übernahme scheitern? Das erklärt Jonathan Todd, Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Falter: Solange kein Wunder passiert, wird die Prüfung der EU nicht bis Monatsende abgeschlossen sein. Das haben Sie kürzlich gesagt. Gab es nun doch ein Wunder?

Jonathan Todd: Nein. Das derzeitige Angebot der Lufthansa ist ein Schritt zurück. Die Zusagen darin sind sogar schlechter als im ersten Angebot.

Sie fordern, dass die Lufthansa Start- und Landerechte, sogenannte Slots, an Mitbewerber abgibt.

Todd: Ja. Unsere Sorge ist, dass die Passagiere künftig auf manchen Routen weniger Angebot haben und die


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