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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Das Internet frisst alles auf, irgendwann werden sämtliche Daten und Programme nur noch im Web liegen. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man die neuesten Pläne des Google-Imperiums verfolgt. Suchmaschine, Handysoftware, Dokumentbearbeitung, E-Mail, Landkarten, das alles bietet das Internetunternehmen schon längst an. Nun setzt es eins drauf und kreiert sein eigenes Betriebssystem. Ein Frontalangriff auf Microsoft. Chrome OS soll aber kein herkömmliches Betriebssystem wie Windows sein, sondern eine abgespeckte Variante. Die Idee lautet: Das Betriebssystem soll eine möglichst unsichtbare Schnittstelle zwischen Mensch und Technik sein. Hauptsache, es startet schnell. Alle wesentlichen Funktionen findet der User dann sowieso im Web. Ob dieses Konzept wirklich funktioniert, wird sich ab 2010 zeigen. Dann laufen die ersten Netbooks mit Chrome OS vom Band. Mal abgesehen davon ist es ein weiterer Schritt von Google, zu Microsoft zu werden: zur vorrangig benutzten Marke für unser computerisiertes Leben.


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