Friss Vogel, oder stirb, sprach der Verleger

Medien | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

In der Zeitungsbranche geht’s rund. Die Verlage lagern aus und umgehen Verträge. Droht das Ende der Meinungsfreiheit?

Bericht: Martin Gantner,Andreas Bachmann

Herbert Geyer ist erschöpft. Seit Wochen herrscht im Haus der Tageszeitung Wirtschaftsblatt, bei der er als Journalist arbeitet, Ausnahmezustand. Seit dem 25. Juni ist eine „permanente Betriebsversammlung“ einberufen. Das heißt, die Belegschaft kann jederzeit die Arbeit niederlegen und sich beraten, wie der Arbeitskampf mit der Betriebsführung der zur Styria-Verlagsgruppe gehörenden Tageszeitung weitergeführt werden soll. Der Betriebsratschef Geyer spricht von einem „konzernweiten Streik“ als letzter Waffe. Grund für den Aufstand: Vor knapp drei Wochen präsentierte Wirtschaftsblatt-Geschäftsführer Hans Gasser rigorose Sparpläne, um die Anzeigenkrise in den Griff zu bekommen, in der sich das Blatt befinde. Kurz davor hatte der Betriebsrat der Geschäftsführung noch Vorschläge unterbreitet, um in wirtschaftlich


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