„Literatur gehört in den Supermarkt“

Feuilleton | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Am 16. Juli wäre Jörg Fauser 65 geworden. Nun ist die Werkausgabe des Outsiders abgeschlossen

Würdigung: Sebastian Fasthuber

Dreiundvierzig intensive Jahre waren ihm vergönnt. Drogen, Alkohol, vor allem aber Schreiben, Schreiben und nochmals Schreiben. „Weil Schreiben das A und O ist und Überleben sonst nicht lohnt.“ Das war Jörg Fauser.

Um seinen Abgang ranken sich Mythen. Mit Freunden hatte er am Abend des 16. Juli 1987 in einem Münchner Lokal noch ausgiebig auf seinen Geburtstag angestoßen. Kurz nach Mitternacht verließ er die Gesellschaft. Gegen vier Uhr früh wurde Fauser einige Kilometer entfernt beim Versuch, die A94 zu Fuß zu überqueren, von einem Lkw erfasst. Er erlag noch am selben Tag den Verletzungen.

Die Fauser-Gemeinde rätselt immer noch, was ihr Idol in dieser Nacht geritten haben mag. Tatsache ist, dass der einstige Undergroundschriftsteller zu diesem Zeitpunkt im Betrieb so etabliert war, wie er es sich selbst vermutlich nie erträumt hatte. Zwei Jahrzehnte


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