Wien, wo es isst

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Rechte Wienzeile: Froschragout, Hunnenschwert, Kabinensex

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Wenn man den Naschmarkt heute beschlendert, könnte man ja schnell vergessen, wie grindig und hoffnungslos verkommen die Gegend noch vor 20 Jahren war. Um einen Eindruck davon zu bekommen, muss man aber nicht weit gehen, denn an der Rechten Wienzeile, vom Markt durch den U-Bahn-Schacht abgetrennt, konnte sich dieses Biotop aus dubiosen Nachtklubs, verbarrikadierten Lagern und schmuddeligen Schnell-Sex-Anbietern durchaus gut halten.

Schopfbraten oder Bratfrosch

Was die verbliebenen Kulinaranbieter aber umso authentischer wirken lässt. Als da wäre das Ubl, eines der schönsten Gasthäuser Wiens, so echt und seit Jahrzehnten in gepflegter Unverändertheit wie sonst kaum eines. Schank, Holzboden, Lampen und schweres Mobiliar sind hier ebenso atmosphärische Bestandteile wie die wunderbare Gasthausküche, durchaus auch mal ein bisschen variiert (Lammbratwürstel mit Linsen!). Am wichtigsten ist aber die


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