Basics

Grundkurs Kochen (42)

Stadtleben | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Fisolen solln sich wieder lohnen — die Deutschen sagen grüne Bohnen

Weiter geht’s auf unserer lustigen Küchenbasisstrecke mit dem aktuellen Marktangebot und der Reihe „Saisonobst und -gemüse und wie man es richtig zubereitet“. Marktgeher berichteten nämlich von ersten Fisolensichtungen (für die deutsche Leserschaft: Grüne Bohnen heißen hier so, in Kärnten nennt man die Gartenbohne Strankalan, auch nicht weniger unterhaltsam).

Als Hauptgericht nehmen wir eine große Handvoll pro Person. Fisolen brauchen ein wenig Vorbereitung. Also waschen wir das Gemüse, schneiden mit einem kleinen Messer auf beiden Seiten die Spitzen knapp ab und nehmen dabei auch gleich noch den in der „Naht“ eventuell vorhandenen Faden mit. Was wir hier entfernen, ist nicht ungenießbar, aber beim Verzehr ein wenig unangenehm. Die vorbereiteten Fisolen kommen nun in einen Topf mit kochendem Wasser (kein Salz!); Profis benutzen den Dampfgareinsatz, sparen Energie und erhalten Vitamine. In fünf bis zehn Minuten bissfest kochen und den Kochprozess stoppen, indem man die Fisolen gleich in Eiswürfelwasser gibt – das erhält auch die frische Farbe.

Der Wiener gibt Fisolen klassischerweise in eine Einbrenn (Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen, mit Mehl stäuben, mit Suppe ablöschen, Obers aufgießen, salzen, pfeffern, etwas einkochen lassen), gerne auch mit Dille.

Man kann aber auch Zwiebelwürfel in Butter anrösten, die gekochten Fisolen dazu, schwenken, salzen. Dazu passt – wieder einmal – frisches Fladenbrot. Mahlzeit. cw


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