Die Chronik einer Kampagne

Steiermark | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Die Aufregung von ÖVP und Krone um die SPÖ-Stiftung ist übertrieben. Schuld daran ist auch die SPÖ

Analyse: Herwig G. Höller, Donja Noormofidi

Alles hätte so schön bleiben können, so schön wie damals am 16. April im Wiener Café Landtmann, wo der steirische Landeshauptmann Franz Voves vor Journalisten forderte, die Zeit der Gier müsse vorbei sein, und für eine höhere Besteuerung von Vermögen eintrat. Ein SPÖ-Mitglied rief aus dem Café Landtmann Gernot Romar, Pressesprecher von Klubchef Walter Kröpfl, an und erzählte begeistert, er habe noch nie eine so tolle Pressekonferenz erlebt.

Doch drei Wochen später waren die tollen Zeiten vorbei. Im Format erschien ein kleiner Artikel mit dem Titel: „Franz Voves: Kämpfer für Vermögenssteuern gehört selbst zu den Stiftungsprofiteuren“. Voves hatte den Umstand, dass die steirische SPÖ selbst ihr Geld steuerschonend in einer Stiftung namens „Zukunft Steiermark“ geparkt hat, nicht erwähnt, obwohl er dem Stiftungsbeirat vorsitzt.


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