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Die Dekonstruktion der Moderne in Prag

Lexikon | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Nicht nur Picasso, Braque und deren Umfeld haben Maßstäbe für die kubistische Kunst gesetzt. Ab 1910 übertrug die Prager Avantgarde die Ästhetik der kristallinen Schärfe und Splittrigkeit von der Leinwand in die Dreidimensionalität von Architektur und Design. Dieses Unterfangen ist einzigartig in der europäischen Kunstgeschichte und kann derzeit in der Ausstellung „cubiCZmus“ nachvollzogen werden. Ein Ohrensessel mit Trapezsitz, geknickten Beinen und dreieckigen Armlehnen fasziniert hier ebenso wie eine fächerförmig gefaltete Keramikdose. Neben Möbeln und Kunsthandwerk vervollständigen Architekturskizzen und Werbeplakate das Bild dieser Strömung, die sich auch als Gegenpol zur Wiener Werkstätte verstand. MJ

Wagner:Werk, Museum Postsparkasse, bis 29.8.


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