Wieder im Kino

„7915 km“ oder Was vom Spektakel übrig blieb

Lexikon | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Eines der Bilder, die im Film immer wiederkehren, ist der Blick auf die Wüste: den ausgetrockneten Boden, über den Wochen oder Monate zuvor tausende von Autos und Motorrädern donnerten. Die berühmte Dakar-Rallye hat Spuren hinterlassen, die sich wie Narben über die Erde ziehen, so weit das Auge reicht. 2007 ist Nikolaus Geyrhalter, der Weltreisende in Sachen dokumentarisches Kino, vier Monate lang der Route des internationalen Rallyetrosses gefolgt: durch Marokko, die Republik Sahara, durch Mauretanien, Mali, den Senegal. „7915 km“ zeigt, was vom Spektakel übrigbleibt, sobald der Staub sich gelegt hat. Unterwegs begegnet er arbeitenden Männern und Frauen, spielenden Kindern, die Grenzen überwachenden Soldaten. Der europäisch distanzierte Blick wird umgekehrt: Afrika schaut auf Europa zurück. MO

Ab Fr im Filmhauskino (OmU)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige