TheaterVorschau

Die Vertreibung aus Österreich

Steiermark | Tiz Schaffer | aus FALTER 29/09 vom 15.07.2009

Zerrissen ist ein Volk, verfolgt werden die Andersdenkenden.“ Das Volksstück „Glaube und Heimat“ – zu sehen bei Theo in Oberzeiring – des 1943 verstorbenen Literaten und Arztes Karl Schönherr erzählt die Geschichte des Bauern Christoph Rott in der Zeit der Gegenreformation. Vor 100 Jahren ist es entstanden, Regisseur Peter Faßhuber betont allerdings die Aktualität, vor allem „wenn wir uns an diverse Wahlplakate zur EU-Wahl erinnern, wo auf bedenkliche Art und Weise Religion und Glaube missbraucht“ wurden. Die Vertreibung lutherischer Bauern aus Österreich möchte Faßhuber als Parabel für Vertriebene überhaupt verstanden wissen. Ganz anders als die Nationalsozialisten, die die Bauerntragödie im völkischen Sinne missbrauchten.

Theo, Oberzeiring, Premiere: Mi 20.00


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