Seinesgleichen geschieht

Grasser als Chance, oder werden wir den Zockerkapitalismus nie mehr los?

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Wie ein Geist aus alten Zeiten taucht er wieder auf: Karl-Heinz Grasser hat eine neue Firma gegründet. Die wiedergängerischen Gespenster unserer Altpolitiker werden immer jünger, denn die Politiker waren noch nicht alt, als sie abserviert wurden. Ein Hoffnungspotenzial, die guten können wiederkommen, in manchen Fällen auch ein Drohpotenzial. Möge Karl-Heinz Grasser in der Wirtschaft erfolgreich sein, damit er uns als Finanzminister ewig erspart bleibt!

Grasser wird nun nicht mehr Energie verkaufen, sondern Wohnungen, mit seinem alten Begleiter, dem Wohnungsmakler Ernst Karl Plech. Er wird bis auf weiteres – die Anleger vergessen schnell – nicht mehr als Werbeträger von Aktien in Erscheinung treten, die gar keine sind, sondern bloß Zertifikate, und die so manche Bürger ums sauer Ersparte brachten. Diese Vorfälle versetzten die societysüße Gloriole des feschen Karl-Heinz mit einer gewissen Bitterkeit. Die Kronen Zeitung hat es ihm nicht weiter übelgenommen, höchstens deren


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