Wie die Republik den Falschen vertraute

Falter & Meinung | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Die Bundesfinanzierungsagentur hat 380 Millionen Euro verzockt. Nun muss die Politik die Scharlatane stellen

Kommentar: Richard Wimmer

Der Schock sitzt tief: Die Republik Österreich, deckt der Rechnungshof auf, hat bis Ende 2008 380 Millionen Euro Steuergeld verzockt, Beträge von fast 700 Millionen sind notleidend. Schuld daran sind spekulative Veranlagungen der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA), die Verwalterin der Handkassa des Finanzministers. Sie hat sich also auch an jenen Futtertrog gedrängt, der mit vergifteten US-Wertpapieren kontaminiert war. Ähnliche Erfahrungen machten kürzlich auch die ÖBB, die 600 Millionen Euro verwettet hatten. ÖVP-Finanzminister Josef Pröll fordert nun ein Ende des von seinen Vorgängern verschuldeten Steuergeldroulettes. Köpfe, sagt Pröll, müssten bei der ÖBFA jedoch keine rollen. Seltsam: Es wurde doch wild gezockt? Wo bleibt da die politische Verantwortung?

Die Sache ist kompliziert. Ein paar Rücktritte würden vielleicht


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