Kolumne

121 ermordete Journalisten: So funktioniert Putins System

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Eine gründlichere Betrachtung des jüngsten Mordes an einer Journalistin und Menschenrechtsaktivistin in Tschetschenien führt zu bemerkenswerten Hinweisen über den Zustand der Demokratie in Russland, im Nordkaukasus – und in Österreich. Natalja Estemirowa ist vergangene Woche in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny entführt und in der benachbarten Republik Inguschetien erschossen in einem Straßengraben gefunden worden. Sie war Leiterin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial in Grosny und kritisierte in ihren Publikationen die systematische Verletzung der Menschenrechte in den kleinen unabhängigen islamischen Republiken im Nordkaukasus, deren Zugehörigkeit zur Russischen Föderation von der Regierung in Moskau mit allen Mitteln verteidigt wird.

Zuletzt recherchierte sie den Fall einer 20-jährigen Frau, die im Juni entführt und zu Tode misshandelt wurde, bevor man ihr Elternhaus in Brand steckte – für die Menschenrechtsjournalistin Teil einer Kette von Verbrechen,


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