„Servus! Anbei alle Daten“

Politik | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Ermittlungsakten des Innenministeriums zeigen das wahre Ausmaß der Kasachen-Affäre: Spitzenpolizisten, SPÖ-Politiker und ehemalige Heeresagenten arbeiteten für kasachische Spione. Es geht um Entführungen, Datenverrat und Atomschmuggel

Bericht: Florian Klenk

Das erste Mal wollten sie ihn am 17. Juli 2008 entführen. Sie parkten ihren Kombi vor Alnur Mussajews Haus im ersten Bezirk und warteten auf den kleingewachsenen Asiaten. „Guten Morgen, Alnur!“, sagte ein Unbekannter: „Präsident Nursultan Nasarbajew lädt dich nach Kasachstan ein.“

Der Unbekannte deutete auf das Auto, dessen Scheiben mit Folie abgedunkelt waren. „Wir fahren auf Urlaub! Schau in unseren Kofferraum!“, sagte der Mann zu Mussajew. Als zwei weitere Männer erschienen, eilte Mussajew davon. Der Unbekannte, so gibt Mussajew später zu Protokoll, hätte ein typisches Geheimdienstgesicht gehabt. Mussajew muss es wissen, war er doch selbst einst Chef des gefürchteten kasachischen Geheimdienstes KNB.

Den zweiten


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