Zwischen Mindestlohn und Flexicurity

Politik | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Ein lehrreicher Sammelband über das hiesige Beschäftigungs- und Sozialsystem skizziert das österreichische Modell

Rezension: Marianne Schreck

Nachdem Österreich die EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2006 von Großbritannien übernommen hatte, herrschte noch Zuversicht im Hinblick auf die Realisierung der Lissabon-Strategie. Das im Jahr 2000 formulierte Ziel: Europa innerhalb von zehn Jahren zum wirtschaftsstärksten Raum der Welt zu machen. Dabei wurden beschäftigungspolitische Maßnahmen wie „Flexicurity“ – ein arbeitsmarktpolitisches Modell, das gleichermaßen Sicherheit und Flexibilität suggeriert – in den politischen Diskurs geflochten. Sie sollten nach der ersten Halbzeit der Zehnjahresfrist für Österreich ein zentrales Schlagwort werden. Keine Grenzen schien die PR für Europa zu kennen, wurde das österreichische Beschäftigungs- und Sozialsystem während der EU-Ratspräsidentschafts doch als eine hervorragende nationale Tradition bezeichnet, die es


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