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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Er ist erst 15 Jahre alt und schon ein Star. Matthew Robson ist jener Jungpraktikant, der für die Investmentbank Morgan Stanley den Medienkonsum von Jugendlichen beschrieben hat. Seine Beobachtungen schienen den Bankern so brisant, dass sie sie gleich hinausposaunten. Jetzt ist Robson der Liebling der Medien. Dabei sind seine Rechercheergebnisse recht erwartbar. Cool finden die Kids beispielsweise Geräte mit Touchscreen, wer hätte das gedacht? Insgesamt zeichnet sich ein Bild von Jugendlichen, die zwar alles konsumieren, aber für nichts zahlen wollen. Egal, ob es sich um Musik oder Zeitungen handelt. Das liegt einerseits daran, dass Teenager nicht unendlich viel Taschengeld haben. Und andererseits daran, dass die Gratismentalität generell wächst. Hergeschenkte Zeitungen wie Heute lesen ja nicht nur 15-Jährige. So gratis, wie die Gratisangebote tun, sind sie aber nicht. Immerhin setzt sich der Konsument dabei freiwillig einem Haufen Werbung aus oder gibt private Daten her. Und früher oder später wird er die Rechnung zahlen.


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