Wie ein Wichtelzauber in Blüte und Eichel

Feuilleton | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Üppig sei der Sommer, üppig die Lektüre: Thomas Wolfes „Schau heimwärts, Engel“ in neuer Übersetzung

Hommage: Klaus Nüchtern

Sollten Sie Ihren Urlaub noch vor sich haben und bezüglich der Wahl Ihrer Lektüre noch unschlüssig sein, dann lassen Sie sich Thomas Wolfes „Schau heimwärts, Engel“ empfehlen: Es ist umfangreich genug, um auch einigen Tagen Landregen zu trotzen, und schwer genug, um damit kleine Krokodile erschlagen zu können. Lediglich die Urlaubsdestination will gut überlegt sein. Die Bereisung von niederschlags- und vegetationsarmen Landstrichen in Begleitung dieses Buches ist nur psychisch äußerst gefestigten Leserinnen und Lesern zuträglich. Bei allen anderen ist mit hysterischem Abbruch der Lektüre oder des Urlaubs zu rechnen. Also: Salzkammergut – ja, Algarve – nein; Westirland – ja; Mojave-Wüste – nein.

Wolfe hat mit der Gießkanne geschrieben – und das ist durchaus keine bloße Metapher für die stilistische Abundanz seines Werkes und die Üppigkeit,


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