Das Slayer-Poster hängt noch an der Wand

Feuilleton | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Mit dem Roman „Kein schöner Land“ ist Patrick Findeis ein erschütterndes und packendes Debüt gelungen

Buchkritik: Sigrid Löffler

Kein schöner Land in dieser Zeit? Als hier das unsre weit und breit? Von wegen. Und vom Sichfinden unter Linden zur Abendzeit, von dem das Volkslied schwärmt, kann wohl auch kaum die Rede sein im Dorf Rottensol und in der Kreisstadt Friedberg, irgendwo in einem stillen und properen Winkel Württembergs. Der Autor Patrick Findeis kennt sich dort aus, er ist da geboren – 1975 in Heidenheim an der Brenz.

Noch so ein Provinzroman, denkt man, eine Adoleszenzgeschichte übers Aufwachsen in der hübschen und herzlosen Hinterwelt in den 1980er- und 1990er-Jahren, ach ja. Denn der Titel kann ja wohl nur sarkastisch gemeint sein. Worum wird es schon gehen: um Jugendfreundschaften, um erste Liebe und ersten Fummelsex. Und natürlich geht es im Debütroman des Patrick Findeis darum auch. Freilich immer vor dem Hintergrund des sozialen Wandels auf dem Land, den der


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