Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Hier stand doch nichts von Bettelverbot!

Weil es doch einige Menschen beschäftigt hat und weil man generell nicht so gerne für einen Rechtspopulisten gehalten wird, hier noch ein kurzer Nachzieher zu einem „Stadtrand“, der kürzlich an dieser Stelle zu lesen war. Es ging darin um Kleinkinder, die am Ottakringer Yppenplatz (und offenbar nicht nur dort) von deren erwachsenen Begleitpersonen mit Blumen, Zeitungen oder auch nur so zum Betteln geschickt werden. Während die Begleitpersonen nichts tun, arbeiten die Kleinen. Will man das? Nein, will man nicht. Erst recht nicht, wenn die Kinder dabei Passanten und Flaneuren körperlich näher kommen (müssen). Offenbar haben hier einige die Forderung nach einem Bettelverbot herausgelesen. Aber einem erwachsenen Bettler, einer „Wahrsagerin“ oder einem Musiker mit krächzender Fiedel kann man ein Nein entgegensetzen. Oder ihnen ein Vermögen in die Hand drücken. Doch: Wer will, bitte schön, in einer Stadt leben, in der kleine Kinder zum Betteln geschickt werden? Hilfe! Hilfe muss hier anders aussehen.


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