Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

... dass manche Leute aus Fehlern nicht lernen. Was zuletzt etwa beim Pratervorplatz für Ärger sorgte, wiederholt sich jetzt in Floridsdorf, beim geplanten Krankenhaus Wien-Nord. Denn von einem EU-weit ausgeschriebenen Vergabeverfahren blieb ein Deal mit einem einzigen Anbieterkonsortium. Der Grund: Wer teilnahm, musste auch gleich ein passendes Grundstück miteinbringen. Äußerst unüblich, sagen Experten.

… dass manche Leute nicht aufgeben. Im Augarten geht der Konflikt um den „Konzertkristall“ (vulgo: „Tarnkappenbomber“) zwischen Stadt, Bund und Anrainern weiter. Jetzt wurden Arbeiten gestoppt, weil ein wasserrechtlicher Bescheid fehlt. Unterdessen behauptet ein Platzwart des Filmarchivs, von Vertretern der Sängerknaben angegriffen worden zu sein.

… dass manche Leute ziemlich klamm waren. Vergangene Woche fielen rund zwei Stunden lang 425.000 Bankomaten aus, die meisten in Wien und Klagenfurt. Laut der zuständigen Verwaltungsfirma First Data soll ein inzwischen behobener Hardwaredefekt Ursache gewesen sein. Viele Geräte zogen auch gleich Karten ein.

... dass manche Leute nicht mehr gern draußen sitzen. Nach dem Regen bricht die Gelsenplage über Wien herein und verunmöglicht manch potenziell angenehmen Abend im Schanigarten. Jetzt klagen Wirte über 15 Prozent Einbußen, Apotheken freut’s.

... dass manche Leute gerne Dinge schleifen lassen. Die abgebrannten Landstraßer Sofiensäle verfallen, im Frühling hätte mit dem Wiederaufbau begonnen werden sollen. Passiert ist bislang nichts. Kritiker sagen, der Verfall solle absichtlich fortgesetzt werden, bis nichts mehr zu retten ist.


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