Weiße Frau, pünktlich 17 Uhr

Stadtleben | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Wiens verlässlichste Marienerscheinung ist jetzt wieder von Grinzing aus zu beobachten. Sogar nüchtern

Reportage: Florian Klenk

Ach ja, die Stephansdom-Erscheinung.“ Franzi Rauscher bleibt cool. Der für seinen trockenen Schmäh und seine wunderbare Buschenschenke gleichermaßen bekannte Winzer in Grinzing schenkt gelassen wie immer die ersten G’spritzten dieses heißen Sommertags ein, und sein Herzschlag scheint sich nicht im Geringsten zu beschleunigen, wenn man ihn auf „die Erscheinung“ anspricht. Aber das geht definitiv nicht allen so, vor allem dann nicht, wenn sie des Wiener Wunders zum ersten Mal ansichtig werden.

Wenn man nicht danach sucht, sieht man sie nur schwer, die Erscheinung. Aber manchmal sind da eben schon welche, stehen um fünf am Nachmittag zwischen den Rebzeilen der Rieden Sommeregg oder Steinberg, von wo aus man das Phänomen besonders deutlich beobachten kann, ausgerüstet mit Stativen, Feldstechern, Teleobjektiven, Amuletten und was man halt sonst noch so


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