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Grundkurs Kochen (43)

Stadtleben | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Mozzarella Mayonnaise? Wir bevorzugen Caprese

Sie brauchen sich nicht zu schämen, falls Sie nicht wissen, was caprese ist. Auch im Restaurant „Mozzarella mit Tomate“ zu bestellen ist okay – selbst wenn an dieser Stelle die Könige des Feinschmeckens die Nase rümpfen und „Das ist ja so 80er“ motzen. Wie sonst soll man, bitteschön, ein geschmacksneutrales Produkt wie Mozzarella anrichten? Etwa mit Mayonnaise? Eben.

Caprese bedeutet nichts anderes als „von der Insel Capri kommend“, denn dort hat offenbar jemand einmal entdeckt, dass man aus Paradeisern, weißem Käse und Basilikum die italienische Nationalflagge herstellen kann. Gleichzeitig natürlich noch ein Gericht, das ausgesprochen gut in die heiße Jahreszeit passt.

Wir benötigen pro Portion eine Kugel Mozzarella (bloß kein „Light“-Produkt, und Büffelmozzarella schmeckt auch nicht nach viel mehr), zwei große Paradeiser und frisches Basilikum; dazu gutes Olivenöl, Salz und Pfeffer. Paradeiser waschen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und auf Teller auflegen. Den Mozzarella auspacken, den Beutel am besten über der Abwasch öffnen, Käse abtropfen lassen und in halbfingerdicke Scheiben schneiden, auf die Paradeiser geben. Salzen, pfeffern und auf jede Mozzarellascheibe ein Basilikumblatt (oder mehr) geben. Großzügig mit Olivenöl übergießen. Manche würzen noch mit Balsamicoessig, original caprese ist das aber nicht; hilft jedoch, wenn man geschmacksarme Paradeiser erwischt hat. Dazu passt ein rustikales Weißbrot („Toscanabrot“), das den Saft gut aufsaugen kann. cw


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