Herrengasse: Ein hartes Pflaster

Steiermark | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Die Bauarbeiten in der Herrengasse sind lästig, laut und dreckig – aber auch notwendig

Bericht: Anja Reiter, Anna Wieder

Das Dröhnen des Presslufthammers durchbricht die sommerliche Idylle. Ein Bauarbeiter stemmt die Straßendecke auf, Staub steigt in die Luft. Die Herrengasse, das Herz der Grazer Innenstadt, ist aufgegraben. Das Nervensystem der Stadt – ein unterirdisches Leitungsnetz, das Graz mit Wasser, Gas und Strom versorgt – ist freigelegt. In den Baugruben stapeln sich die ausgedienten zinnoberroten Leitungen neben Schutt und kaputten Ziegeln. Es riecht nach Staub und Schweiß. Touristen bahnen sich ihren Weg durch die Einkaufsstraße, nur ein schmaler Pfad führt Fußgänger durch die sonst ausladende Flaniermeile. Viele Geschäftslokale sind nur noch über einen provisorischen Steg zu erreichen.

Seit Herbst 2008 wird die Herrengasse generalsaniert und sorgt seither für Missmut. Geschäftsleute klagen über Umsatzrückgänge von bis zu vierzig Prozent. Der ständige Baulärm


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