Aflenz-Land hat die Schüsseln zur Welt

Steiermark | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Österreich hat es auch einem obersteirischen Dorf zu verdanken, dass es mit der Außenwelt in Kontakt steht

Zeitreise: Herwig G. Höller

Der Countdown läuft zwei Minuten lang, und an der Decke des spacigen Besucherzentrums gehen langsam die Leuchtdioden an – das ist die Milchstraße. Wir schreiben das Jahr 2009, befinden uns im obersteirischen Aflenz-Land und sehen einen Werbefilm, der sich zu einem pathetischen Schlüsselsatz verdichtet: „Wenn die Welt nach Österreich sieht, ist Aflenz dafür verantwortlich.“

Weitum riecht es dieser Tage nach Jauche, vereinzelt sieht man Traktoren. Sonst wirkt das Dorf in der sommerlichen Hitze nahezu ausgestorben, und wie vielerorts am Land haben auch hier Kaufleute und Wirte ihre Geschäfte und Gasthäuser bereits für immer zugesperrt: Eigentlich wäre Aflenz-Land typische steirische Provinz. Wenn es nicht die Erdefunkstelle Aflenz – kurz EFA – gäbe, eine der wichtigsten Kommunikationseinrichtungen des Landes, die ein wenig mehr Berühmtheit


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