Wenn die Nacht zum Tag wird

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

Die Afrika Tage auf der Donauinsel zeigen die Vielfalt des schwarzen Kontinents

Ein ganz besonderer Reiz der heißen afrikanischen Nächte besteht darin, dass sie so lange dauern – weil sie so früh beginnen. Um sechs, spätestens um sieben Uhr abends geht in den Ländern rund um den Äquator ziemlich schlagartig die Sonne unter, und zwar das ganze Jahr hindurch. Dann geht auf den Straßen der Städte das (ohnehin kaum durch Sperrstundenregelungen eingeschränkte) Geschäftsleben fließend ins quirlige Nachtleben über, dann wird der Marktstand des Obstverkäufers im Parallelbetrieb zur Freiluftdisco, der Hendlgrill am Straßenrand zum Bikertreff und die Bretterbude des Friseurs zur Bar.

In unseren Breiten lässt sich diese faszinierende Gleichzeitigkeit naturgemäß nicht simulieren; im Winter ist’s dafür zu kalt und im Sommer zu lange hell. Trotzdem: Bei den Afrika Tagen auf der Donauinsel wird man sich zwischen 24. Juli und 2. August wieder darum bemühen, auch in Wien zumindest für


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