Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 30/09 vom 22.07.2009

So ein großes Komponistenjubiläum wie der heurige 200. Todestag Joseph Haydns bietet ja auch die Gelegenheit, sich dem Jubilar auf lohnenden Umwegen neu zu nähern.

Das Haydn Trio Eisenstadt etwa, das den einschlägigen Katalog seines Namensgebers schon bis in die hinterste Raritätenecke durchforstet hat, geht den Weg über die Gegenwart. Für „Dedicated to Haydn“ (Capriccio, 3 CDs) bat man 18 Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt – u.a. Dieter Schnebel, Lalo Schifrin, Johanna Doderer, Bongani Ndodana-Breen, Xiaogang Ye – um neue Klaviertrios.

In welcher Form dabei Bezug auf Haydn und seine 46 Gattungsbeiträge genommen werden sollte, blieb offen; dementsprechend vielfältig fallen die Ergebnisse aus, vom direkten Zitat bis zur Gegenüberstellung mit südafrikanischer Folklore ist alles dabei.

Das Vorbild für diese Aktion lieferte eine pianistische „Hommage à Joseph Haydn“, die 1909 in Frankreich zum 100. Todestag Haydns entstand. Maurice Ravel, Claude Debussy, Charles-Marie


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