Was der ORF von der BBC lernen kann

Falter & Meinung | aus FALTER 31/09 vom 29.07.2009

Alle sind sich einig, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk Public Value braucht. Nur wie misst man diesen?

Gastkommentar: Matthias Karmasin

Es geht ein Begriff um in europäischen Mediendebatten: public value. Die einen scheinen ihn schon zu haben, die BBC zum Beispiel. Die Schweizer SRG will ihn, die deutschen Anstalten ARD und ZDF testen ihn, wieder andere – der ORF zum Beispiel – diskutieren intern über ihn.

Was aber ist Public Value? Der Wert, den etwas für die Öffentlichkeit hat. Public Value ist der Sinn aller öffentlichen Unternehmungen, behaupten britische Fachleute, die sich mit der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung beschäftigen. Der amerikanische Managementwissenschaftler Mark Moore betont in seinem vielzitierten Text „Creating Public Value“, der Maßstab für die Produktion von Public Value bestünde darin, die Bedürfnisse des Publikums zu befriedigen. Das Publikum sei nicht Eigentümer (shareholder), sondern Interessenbesitzer (stakeholder) und müsse deswegen


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